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Rotifer

Soll keiner sagen, es gäbe keinen gerechten Zorn mehr in der Popmusik. Eingeleitet von der Verwandlung des heutzutage immer wieder passenden alten Max-Liebermann-Sagers „Ich kann gar nichts so viel fressen, wie ich kotzen möchte“ in eine leichtfüssige Gitarrenpop-Hymne namens “I Just Couldn't Eat As Much (As I'd Like To Throw Up)” lässt Robert Rotifer auf seinem siebtem Album “The Cavalry Never Showed Up” kaum eine heiße Kastanie unberührt.

Von der neuen Armut (“Underfunded of London”) über sarkastische Todesahnungen (“Black Bag”), den historischen Vergleich zwischen der Gegenwart mit dem Selbstbetrug von 1913 und bitterböser Selbstironie („Middle-Aged Man“) bis zum nachträglichen Erkennen des Beitrags des Individualitätsversprechens der alten Popkultur zur Atomisierung der Gesellschaft (gottseidank lässt sich das in Songform wesentlich einfacher sagen, siehe “So Silly Now”).

Haben wir auch schon erwähnt, dass “The Cavalry Never Showed Up” Rotifers musikalisch bisher variantenreichstes Album geworden ist? Einen Teil der Schuld trägt daran unter anderem auch der neueste Name in der langen Reihe wechselnder Bassisten: Mike Stone von den legendären Television Personalities, dessen Hinzustoßen in Verein mit dem langjährigen Schlagzeuger Ian Button die Band Rotifer vom verbrämten Soloprojekt endgültig in eine musikalische Einheit verwandelt hat, unter anderem mit dem Resultat, dass Rotifer als Gitarrist soviel freien Raum bekommt wie nie zuvor (siehe zum Beispiel die an Wilko Johnson erinnernde Improvisation in “From Now On There Is Only Love”).

Die Aufnahmen zu diesem Album begannen in Live-Sessions in den Londoner Soup Studios, wo sonst befreundete Bands wie Allo Darlin' und die Wave Pictures arbeiten. Overdubs und akustische Songs nahm Ian Button selbst in Rotifers Heimstudio in Canterbury auf. Der Song “Wear and Tear” entstand in einer benachbarten Kirche unter Beteiligung der Bläser der örtlichen Heilsarmee.

So wie das in zahllosen Galerien von Hamburg bis New York ausgestellte Video zu „The Frankfurt Kitchen“ hat Robert Rotifer ein in Wien von Lelo Brossmann animiertes, aufwendiges gezeichnetes Video zum Lead Track „I Just Couldn't Eat As Much...“ gezeichnet. Ein weiterer Clip zum von der Band in einem spontanen Studio-Jam (mit Paul Rains vom Allo Darlin' am Lapsteel) erfundenen Schlüsselsong „Black Bag“ ist ebenfalls bereits erschienen.

Links

http://www.rotiferband.tumblr.com
https://www.facebook.com/robert.rotifer

Video: Black Bag

Video: I Just Couldn't Eat As Much (As I'd Like To Throw Up)

Video: The Frankfurt Kitchen

Video: Aberdeen Marine Lab

The Cavalry Never Showed Up

The Cavalry Never Showed Up
CD / Vinyl-LP, 2013
1 I Just Couldn't Eat As Much (As I'd Like To Throw Up)
2 Underfunded of London
3 Black Bag
4 The New Fares
5 Last Century
6 November
7 From Now On There's Only Love
8 Middle-Aged Man
9 Wear And Tear
10 Ms Pedantovic Resigns
11 Optimist Out On The Open Sea
12 So Silly Now

Coach Number 12 of 11

Coach Number 12 of 11
CD, 2008
1 I Believe You
2 Summer Of The Century
3 Plane & Motorway
4 Ker-Chink
5 The Frankfurt Kitchen
6 Happy All Your Life
7 It All Took Off With Eric
8 Who Do You Know?
9 Turning To Crime
10 Crashing Parties With You
11 The Stowaway

Before the Water Wars

Before the Water Wars
CD, 2006
1 Now That I'm Here
2 I'll Be in Your Song
3 Schengenländer Die!
4 How Green I Was
5 A to B
6 Londoners Never Call
7 No Guns No Numbers
8 The Call of the Swine
9 Shambles Grove Revisited
10 The Skull Beneath my Face
11 Moneytown
12 Green Reprise